Öffentlicher Bürgerworkshop in Brandis zum Verkehrskonzept mit vielen Anregungen

Interessierte Bürger ließen es sich am vergangenen Freitag nicht nehmen der Einladung der SPD-Stadträte in das „kleine Verkehrsforum“ zu folgen und viele Anregungen zum zukünftigen Verkehrskonzept einzubringen. Mit Dr. Heimbucher aus Naunhof und Herrn Bresch aus Borsdorf waren sogar zwei Auswärtige anwesend, um wichtige Hinweise über die Brandiser Gartenzäune hinaus zu geben. Beide schüttelten mit dem Kopf, dass 20 Jahre nach Eingemeindung von Polenz noch immer kein Radweg zur Kernstadt existiert. Auch der in diesen Tagen fertig gestellte Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Naunhof und Waldsteinberg bedarf einer Weiterführung über die Bahnlinie und innerörtliche Vernetzung.

Am Ende standen über 30 konkrete Anregungen und Hinweise zu Buche, die nunmehr bereits nach ersten Schwerpunkten und Umsetzungsprioritäten zusammengefasst an Bürgermeister Jesse und die Arbeitsgruppe Verkehr gehen.
Hierzu gehören unter anderem der grundhafte Sanierungsausbau der Staatsstraße S45 mit straßenbegleitendem Fuß-/Radweg nach Polenz, die Umgestaltung der Einbindelinie Beuchaer/Cämmerei/Kleinsteinberger Straße, die Anlegung von Parkplätzen gegenüber den Sportplatz „Freundschaft“, die Einrichtung einer durchgehenden Krankenhausbuslinie nach Wurzen, der Bau von alters- und rollatorengerechten Querungsstreifen und Fußwegen in der Innenstadt.

„Unsere Zielstellung gute Anregungen hautnah und ergebnisoffen aus den unterschiedlichen Sichtweisen und Betroffenheiten möglichst vieler Bürger mit zu nehmen, hat sich voll erfüllt“ so Markus Bergforth, SPD Ortsvereins-Chef.

Mit Ralph Gertler und Detlef Holzmann waren auch Mitglieder der AG Verkehr anwesend, die die guten Vorschläge und Anregungen sicher mit in den Ausschuss nehmen.

Mit Verwunderung nimmt der Ortsverein am Rande der Veranstaltung die Reaktion des Stadtrates Alexander Busch zur Kenntnis. Offenbar haben die Anmerkungen und Reaktionen der Polenzer Delegation in Dresden einen wunden Punkt beim nicht unumstrittenen Ortsvorsitzenden der CDU getroffen, dass er so aggressiv und überheblich gegenüber gewählten Landtagsabgeordneten reagiert. Als stärkste Partei vor Ort, die zudem in den letzten 14 Jahren auch den Bürgermeister stellte, hätte man zu recht auch mehr konstruktives Engagement in Sachen Radweg für Polenz gewünscht statt populistische Schaufensterpolitik. Bemerkenswert ist unter diesem Gesichtspunkt vor allem die Aussage von Busch, dass die letzten fünf Jahre verlorene Jahre seien.
„Mit seiner Feststellung, dass die letzten Jahre für den Stadtrat verlorene Jahre sind, liegt Alexander Busch, Ortsvereins- und Stadtratsfraktionsvorsitzender der CDU, völlig richtig.“ so Bergforth. „Die CDU hat einst den Bürgermeister Andreas Dietze in das Bürgermeisteramt der Stadt Brandis gebracht. Dieser wurde erst im August des letzten Jahres von Arno Jesse abgelöst. Mit 7 Stadträten ist die CDU im jetzigen Stadtrat die stärkste Stadtratsfraktion. Und auch mit Hilfe ihrer Landtagsabgeordneten ist das Thema Radweg Brandis – Polenz in Dresden nicht ein Stück weiter gekommen. Verlorene 5 Jahre für und mit der CDU-Stadtratsfraktion. Genau richtig, Herr Busch.“

Busch hatte sich in der Ausgabe der Leipziger Volkszeitung am 08./.09.02.2014 unter anderem so geäußert:
Busch hingegen findet den Zeitpunkt der SPD-Aktivitäten bemerkenswert: „Zufälliger Weise kurz vor der anstehenden Kommunalwahl werden in Dresden mit Hinterbänklern der Opposition sächsische Statistiken über Radler gewälzt und kommunale Unwahrheiten in unserer Stadt verstreut.“

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