„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es – Selbst!“ – Teil 2

Unter diesem Titel umriss die SPD-Stadtratsfraktion im März 2011 nach Jahren des Hinhaltens durch die Staatsregierung den einzig machbaren Weg, doch noch einen Radweg zwischen Polenz und Brandis in absehbarer Zeit zu bekommen. Vier weitere Jahre Überzeugungsarbeit waren angesagt. Der bereits 2010/11 gestellte Antrag, Finanzmittel für eine Vorplanungs- und Machbarkeitsstudie in den Stadthaushalt einzustellen und darauf aufbauend dem Freistaat einen Maßnahmeträgervertrag für den Straßen- bzw. Radwegbau in Hoheit der Stadt zu unterbreiten, fand erst im Haushalt 2015/16 die notwendigen Mehrheiten.

Viele bürokratische Bretter mussten bis dahin gebohrt und auch manch resignierter Verwaltungsangestellter neu motiviert werden, mit den vielen Radwegebefürwortern von Polenz bis Brandis an einem Strang zu ziehen.

Doch es gab auch offene Türen. So brachten die Anfrage der Landtagsabgeordneten Petra Köpping beim zuständigen Staatsminister und die gemeinsame Vorsprache der SPD-Stadträte mit Vertretern der Polenzer Bürgerinitiative im Februar 2014 in Dresden den Durchbruch.

Im Anschluss an ihr bürgeroffenes, kommunalpolitisches Forum mahnte die SPD-Stadtfraktion am 12. Februar 2014 nochmals ihre Forderungen gegenüber dem damaligen Bauamtsleiter Herrn Otto und den zuständigen Behörden an.

Im Zuge der Fortschreibung des Fachplanes Verkehr und des Radwegekonzeptes des Freistaates Sachsen erhielt das Vorhaben Radweg Brandis-Polenz nunmehr fordere Prioritäten. Bürgermeister Arno Jesse tat das, was sein Vorgänger zehn Jahre vor sich her schob. Er übernahm Verantwortung als Maßnahmebauträger und fand beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr offene Ohren und Entgegenkommen. Der Freistaat wird die benötigten Mittel im Staatshauhalt bereitstellen. Die Vorplanung für den Ausbau der Staatsstraße S45 samt Radweg kann beginnen.
Ein Dankeschön gilt allen Beteiligten, die jahrelang beharrlich am Ball geblieben sind.

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